Eine private Krankenversicherung Beitragsrückerstattung ist in vielen Tarifen von privaten Krankenversicherungen vorgesehen. Hier wird zwischen der PKV Beitragsrückerstattung, die an den Erfolg des Unternehmens gekoppelt ist, und der erfolgsunabhängigen private Krankenversicherung Beitragsrückerstattung unterschieden. Die erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung ist im Gegensatz zur erfolgsabhängigen Beitragsrückerstattung unabhängig vom Geschäftsergebnis der Krankenkasse und wird in der Regel gezahlt, wenn der Versicherungsnehmer über einen längeren Zeitraum keine Leistungen in Anspruch genommen hat.

In den meisten Fällen dürften während eines Jahres überhaupt keine Rechnungen eingereicht werden. Aber es gibt auch Tarife, bei denen Rechnungen für Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen etc. eingereicht werden können, ohne dass die Beitragsrückerstattung verloren geht. Je nach Tarif und Anzahl der leistungsfreien Jahre werden 1-6 Monatsbeiträge zurück gezahlt oder es erfolgt eine prozentuale Rückerstattung, die 10 bis 40 Prozent des Jahresbeitrages betragen kann.

Daneben gibt es die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung bei privaten Krankenversicherungen, die zustande kommen, wenn beispielsweise die Erträge aus Vermögensanlagen positiv von der Planung abweichen, oder die Verwaltungskosten geringer als geplant sind.

Beitragsrückerstattung oder Steuervorteil
Eine Beitragsrückerstattung bei der PKV kann auch nachteilig sein. Das liegt am Bürgerentlastungsgesetz, durch das Privatversicherte die Beiträge zur PKV bis zu 80 Prozent von der Steuer absetzen können. Pauschal kann man jedoch nicht sagen, ob eine Beitragsrückerstattung oder der Steuervorteil besser ist. Angenommen der Privatversicherte erhält eine Beitragsrückerstattung von 500 Euro und er hat in einem Jahr kaum Rechnungen, dann wird sich die Beitragsrückerstattung immer noch eher lohnen als die Steuererleichterung. Natürlich kann eine Beitragsrückerstattung in Einzelfällen auch negativ für einen Privatversicherten sein, insbesondere wenn der Wert vorhandener Rechnungen der Selbstbeteiligung nahe kommt.

In der Regel sind Beitragsrückerstattungen nicht garantiert. Außerdem ist eine Beitragsrückerstattung der privaten Krankenversicherung nicht immer sinnvoll. Deswegen sollte bei der Wahl der Krankenversicherung der möglichen Erstattung keine zu hohe Priorität eingeräumt werden. Außerdem gilt, dass niemand in die Zukunft blicken kann, auch wenn bisher Beitragsrückerstattungen wie versprochen eingehalten wurden, oder nur geringfügig gekürzt wurden. Es gibt zwar auch Tarife mit garantierten Beitragsrückerstattungen, doch die sind oft verbunden mit sehr strengen Bedingungen. Zum Schluss noch ein Hinweis für Menschen im Angestelltenverhältnis und privater PKV Beitragsrückerstattung. Hier kann es unter Umständen passieren, dass die Hälfte an den Arbeitgeber abgetreten werden muss, denn der beteiligt sich auch an den Beiträgen. Die Vorteile der Beitragsrückerstattung für diese Personengruppe greifen also nur zu etwa 50 Prozent.